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Kometen

stammen aus einem Bereich weit außerhalb unseres Planetensystems. Dort bewegen sie sich auf langsamen, sehr instabilen Bahnen um z.B. unsere Sonne oder in den weiten Räumen zwischen den Sternen . Sie sind sozusagen der Schutt, der bei der Planetenentstehung übrigblieb. Kleine Unregelmäßigkeiten können schon ausreichen um einen solchen Körper abzulenken und ihn auf eine Bahn zu bringen, der ihn näher an die Sonne heranführt. Je näher er dieser kommt, umso mehr erwärmen sich die tiefgefrorenen Gase auf und in ihm. Kommt er uns näher als die Saturnbahn kann er schon mit kleineren Fernrohren gesehen werden, da er sich jetzt schon mit einer mehereren tausend Kilometer durchmessenden Gashülle umgibt. Kommt er noch näher, bildet sich ein Schweif aus. Kommt er dazu der Erde sehr nahe ( Größenordnung zehn bis hundert Millionen Km) erleben wir ein eindrucksvolles Himmelsschauspiel, wie bei Hyakutake oder Hale Bopp.
Nach einigen Wochen oder Monaten der Sonnennähe hat er sich wieder soweit von der Sonne entfernt, daß die Gase immer weniger verdampfen, der Schweif wird kleiner, der Komet ist mit bloßem Auge bald nicht mehr zu sehen. Er fliegt auf seiner Bahn wieder hinaus ins Weltall. Da seine Bahn nun aber bekannt ist, kann er noch sehr lange auf seinem Weg beobachtet werden, wie nebenstehendes Bild von Hale - Bopp beweist (12.9.99 Tivoli/Namibia von D.Becker und
M. Zwick). Manch ein Komet kann aber auch durch das Schwerefeld eines großen Planeten (meist Jupiter) eine Kursänderung erfahren und dadurch seine Bahn wesentlich verkürzen (wie z.B. Komet Halley oder Encke vor sehr langer Zeit). Im Extremfall kann auch ein Absturz auf einen Planeten die Folge sein (Shoemaker- Levy9 im Juli ´94 auf Jupiter niedergegangen).

 Hale - Bopp - Bilder

 Hyakutake - Bilder


Der unten abgebildete Komet Levy hatte 1990  zum Zeitpunkt der Aufnahme  eine Helligkeit von ca. 3
Komet Levi am 23.8.90 links mit 6" - Newton /f =750 mm,  rechts  mit 400mm Tele Bl.5,6

unten mit 50mm/Bl.1,7

unten: Komet Austin (1990) in der Morgendämmerung (50mm/Bl.1,7 8sec Turachrome 200)

 
 

Komet Ikeya-Zhang:
am 4.4.02 mit 400/5,6 10min auf Kodak Panther 1600 ASA
(ca. 2/3 des Originalformats)

Mit einer Helligkeit von ca. 3m war Ikeya - Zhang zwar kein Blickfänger am Himmel, konnte aber schon mit bloßem Auge mit Schweif gesehen werden.



 

Komet PANSTARRS über Breitenstein und Teck am Freitag 15.3.2013

 
 
 


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