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Die Mondfinsternis vom 9. Nov. 2003:

Bei besten Wetterbedingungen konnte diese Mondfinsternis im süddeutschen Raum beobachtet werden.
Auf der Schwäbischen Alb (Breitenstein 800müN) bei Kirchheim/Teck  trübten keinerlei Wolken die Sicht
und es war auch absolut klar wie selten, der Mondschein hell wie nie. Inversionswetterlage vom Feinsten!
Temperaturen um den Nullpunkt, aber trotzdem etwas wärmer als im Tal.
In solchen Nächten wünscht man sich den Erdbegleiter am gernsten weg und diesmal erfüllte sich dieser Wunsch des Deepskylers auch.
Der Mond durchstreifte ab 2.05 Uhr für kurze Zeit den Erdschatten.
Es war an diesem Abend ein Feeling wie sonst nur bei einer totalen Sonnenfinsternis,
allerdings in Zeitlupe: Gerade noch fast taghell wurde es innerhalb kurzer Zeit stockdunkel.
Dies war meines Erachtens die bislang beeindruckendste Mofi meiner Astrolaufbahn.
Sehr gut konnte diesmal eine Verfinsterung durch den Halbschatten im Übergangsbereich zum Kernschatten erkannt werden.

Mofidaten mit Animation (ca.750Kb)

Daten der Mofi vom 28.10.04


Reihenaufnahme (9 Einzelbilder) von ca. 0.25 Uhr bis ca. 4h10 MEZ. Canon EOS 100/28mm/f4,5 (AF-Zoom 28-135) .
15sec belichtet in der totalen Phase, hierbei wurden Sterne (Plejaden/Hyaden) mit abgebildet.
09.11.03    2.24 Uhr MEZ   Mondfinsternis mit Canon Digitalkamera PowerShot G3 
auf  Fotostativ, 140mm f 3.0, 100 ASA,  max. Auflösung, Bildausschnitt.

 

Mondfinsternisse

Mondfinsternisse finden statt, wenn der Vollmond in den Erdschatten eintritt. Dies ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich,
deshalb sind diese Himmelsereignisse recht selten. Die nächste totale Mondfinsternis darf  am 4. Mai 2004 bewundert werden.
Der für den Beobachter interessante Teil einer Mondfinsternis beginnt mit dem Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde.
Es gibt um den Kernschatten herum auch einen sogenannten Halbschattenbereich. Der Verlauf innerhalb dieses Bereichs ist meist
nicht mit einer merkbaren Verdunkelung der Mondscheibe verbunden. Allenfalls mit Helligkeitsmeßgeräten oder fotografisch ist eine
Veränderung der Helligkeit festzustellen.

Mondfinsternisse sind seltener als Sonnenfinsternisse, da sie jedoch auf mehr als einer gesamten Erdhälfte zu sehen sind,
können von einem beliebigen Beobachtungsort der Erde innerhalb eines längeren Zeitraumes mehr Mondfinsternisse als
Sonnenfinsternisse beobachtet werden. Sonnenfinsternisse sind örtlich sehr begrenzte Erscheinungen, der Totalitätsstreifen
zieht sich zwar über mehrere tausend Kilometer über die Erdoberfläche, ist aber nur max ca. 200Km breit.



 
 
 
 
 
 

Mondfinsternis vom 27. Sept. 1996
Fotografiert durch Vixen R200SS mit Teleextender 1500mm/f 7,5 
auf Scotch Crome 400  (Der Mond steht abbildungsgetreu auf dem "Kopf ")            (Zeiten in MESZ)
3 Uhr 08: "normaler Vollmond"
kurz vor Eintritt 
in den Kernschatten. Bel.-Zt.:1/125sec
3 Uhr 18: 6min nach Eintritt in den Ks.
Bel. Zeit.: 1/125sec
4 Uhr 41: kurz vor Bedeckung eines Stern
(SAO 109078) mit der Helligkeit 6,8
          4 Uhr 53: Totalität, 
       beide Bilder Bel.: 30 sec
Diese Fotomontage zeigt den Durchmesser des irdischen Kernschattens, der die rötliche 
Erscheinung des Mondes hervorruft. Außerhalb der totalen Bedeckung ist die Belichtungszeit 
aufgrund der Helligkeit der direkt beschienenen Oberfläche so kurz, daß der rötliche Zentralbereich 
schwarz erscheint. Fehlt der Kontrast zur hellen Oberfläche, ist die Belichtungszeit zu verlängern 
und erscheint rötlich, wie es auch mit bloßem Auge in natura zu sehen ist. 
Hier seitenrichtige Abbildung: Der Mond läuft von rechts her durch den Erdschatten, läuft aber 
währenddessen am Himmelszelt nach Osten (nach rechts, s.u.)


Der gesamte Verlauf mit 24mm WW auf Kodak ProGold 400. Mehrfachbelichtung mit
unterschiedlichen Bel.-Zeiten ohne Nachführung.

Zur Mondfinsternis vom 15.Juni 2011


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